© Chaluk
Der Aufenthalt von Priscilla Presley in Hallein war umrahmt von einem umfangreichen Programm. Ein besonderes Highlight war gleich zu Beginn der Besuch im Stille-Nacht-Museum Hallein. Einen Tag vor ihrem großen Auftritt im Stadtkino Hallein („An Evening with Priscilla Presley“ am 18. März) begab sich Priscilla Presley auf die Spuren des berühmtesten Weihnachtsliedes der Welt. Da Elvis Presley „Silent Night“ selbst interpretierte und damit Millionen Menschen berührte, war es Priscilla ein besonderes Anliegen, die langjährige Wirkungsstätte des Komponisten persönlich kennenzulernen.
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Anschließend wurde sie im Rathaus offiziell empfangen. Bei einer anschließenden Stadtführung erkundet sie die historische Altstadt von Hallein. Dabei wurden ihr auch einige traditionsreiche Betriebe der Stadt vorgestellt, darunter die Konditorei Braun sowie der Spielwarenhändler Oedl, der als ältester Spielzeugladen Österreichs gilt. Weitere Programmpunkte waren ein Besuch der Salzwelten Hallein sowie ein Abstecher zum Edelbrandbetrieb Guglhof. Regionale Wirte präsentierten ihr zudem typische Spezialitäten aus der Tennengauer Küche.
Historische Momente
Begrüßt wurde der prominente Gast von Vizebürgermeisterin Ingrid Zimmerling und Museumsleiter Florian Knopp. Bei einer exklusiven Führung durch das ehemalige Wohnhaus des Komponisten Franz Xaver Gruber zeigte sich Presley sichtlich beeindruckt von der Geschichte des Liedes. Am Heiligen Abend 1818 sangen Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber in Oberndorf gemeinsam zum ersten Mal „Stille Nacht! Heilige Nacht!“. In Hallein verfasste Franz Xaver Gruber 36 Jahre später, auf Anfrage der preußisch-königlichen Hofopernkapelle, die „Authentische Veranlassung“, in der er klarstellte, dass er selbst die Melodie komponierte und sein Freund Joseph Mohr den Text schrieb. Es handelt sich dabei um das einzige Schriftstück weltweit, das die Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes dokumentiert.

Ein besonderer Höhepunkt des Besuchs war die Begegnung zweier Instrumente:
Die Original-Gitarre von Joseph Mohr, auf der „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ im Jahr 1818 das erste Mal erklungen ist, und eine Original-Gitarre von Elvis Presley, die an die moderne Musikgeschichte des „Kings“ erinnert. Die Mohr-Gitarre reiste um die Welt und war zweimal auf US-Tournee: 1965 in Dallas, Washington und New York. 1976 sahen rund 80 Millionen Besucherinnen und Besucher die Mohr-Gitarre auf ihrer Reise quer durch die Vereinigten Staaten. Der Elvis-Sammler Andreas Schröer brachte eine Originalgitarre ins Stille Nacht Museum Hallein mit, die Elvis 1958 in Frankfurt erstanden hatte.
Ein Geschenk mit Symbolkraft
Zum Abschluss des Besuchs im Rathaus überreichten Vizebürgermeisterin Zimmerling und Museumsleiter Knopp einen exklusiven, handwerklichen Druck des Autograph V von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ als Andenken an die Stadt Hallein. Von Bürgermeister Alexander Stangassinger erhielt Priscilla Presley als Andenken einen Zinnteller der Stadt Hallein.

„Es ist faszinierend zu sehen, wie ein Lied, das vor über 200 Jahren in dieser Bescheidenheit entstand, seinen Weg bis zu Elvis und in die ganze Welt gefunden hat“, so der Tenor des Besuchs.

Ein Abend mit Priscilla
Der Abend mit Priscilla Presley im Stadttheater Hallein bot exklusive Einblicke in ihr privates Leben mit Elvis Presley. Sie zeigte persönliche Filmausschnitte – darunter seltene Hochzeitsaufnahmen und private Videoaufnahmen aus Graceland in Memphis, Tennessee. Sie sprach über Elvis als Ehemann und Vater sowie über die Herausforderungen, an der Seite des berühmtesten Rock’n’Roll-Stars der Welt gelebt zu haben.
Darüber hinaus erzählte Priscilla Presley über ihr Leben nach Elvis: über ihre erfolgreiche Film- und Fernsehkarriere, wie ihre langjährige Hauptrolle in der Kultserie „Dallas“ oder dem Film „Die nackte Kanone“, und über ihre Tochter Lisa Marie sowie über das Vermächtnis des „King“, das sie bis heute bewahrt.
Mehr über die Autorin dieses Beitrags

Elisabeth Trauner ist Redakteurin bei Unser SALZBURG und mit Stift, Block und Herz immer zur Stelle, wenn Menschen spannende Geschichten zu erzählen haben. Sie hört Podcasts, braucht Krimis und True Crime-Dokus zum Einschlafen und probiert gerne neue Kochrezepte aus, die aber meistens komplett schief gehen.
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