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Traditionelle Weihnachtsbräuche in Österreich können von Familie zu Familie unterschiedlich sein, betonen aber immer das gemeinsame Feiern und die Besinnung auf den christlichen Ursprung von Weihnachten. Der Weihnachtsabend endet meist mit einem festlichen Abendessen, der Bescherung der Geschenke, dem Besuch der Mitternachtsmesse und oft auch mit Musik und Gesang, die das Herz der Familie erfreuen.
In diesem Beitrag zählen wir acht typische Weihnachtsbräuche in Österreich auf:
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1. Der Adventkranz
Der Adventkranz, bestehend aus vier Kerzen, wird zu Beginn der Adventszeit aufgestellt. Jeden Sonntag im Advent wird eine weitere Kerze entzündet, bis schließlich an Heiligabend alle vier Kerzen brennen. Der Adventkranz symbolisiert die Vorbereitung auf die Geburt Jesu und ist in vielen Haushalten und Kirchen ein zentrales Element der Adventszeit.

2. Der Nikolausbesuch (Nikolaustag am 6. Dezember)
Am 6. Dezember kommt der Nikolaus, oft begleitet von einem Krampus, zu den Kindern. Der Nikolaus bringt Geschenke und Süßigkeiten für brave Kinder, während der Krampus diejenigen bestraft, die unartig waren. Dieser Brauch ist besonders in ländlichen Regionen und in den Alpen verbreitet und ist zudem ein Höhepunkt der Adventszeit.
3. Weihnachtsmärkte
Die Adventszeit in Österreich ist magisch: Traditionelle Adventmärkte, festliche Stimmung und der Duft von Glühwein und Lebkuchen liegen in der Luft. Auf den stimmungsvollen Wintermärkten kann man sich von regionalem Kunsthandwerk, weihnachtlicher Musik und köstlichen Spezialitäten verzaubern lassen.

4. Das Krippenspiel
In vielen österreichischen Regionen wird das Krippenspiel zur Weihnachtszeit aufgeführt. In einer kleinen Aufführung wird die Geburt Jesu nachgestellt, oft von Kindern oder in Schulen und Kirchengemeinden. Der Brauch, Krippen aus Holz oder anderen Materialien zu gestalten, ist ebenfalls sehr beliebt. In vielen Orten gibt es auch Krippenausstellungen.
5. Die Mitternachtsmesse an Heiligabend
Am Heiligabend besuchen viele Österreicher die Mitternachtsmesse, um die Geburt Christi zu feiern. Der Besuch der Messe ist nicht nur ein religiöser Brauch, sondern auch ein sozialer Anlass, bei dem Familien und Bekannte zusammenkommen. Die Kirche ist oft festlich geschmückt, und nach der Messe gibt es ein festliches Abendessen, das in vielen Familien erst nach der Messe eingenommen wird.

6. Kekse backen
Süße Köstlichkeiten: In vielen Küchen backt man in der Vorweihnachtszeit Weihnachtskekse. Aber die traditionellste weihnachtliche Süßspeise ist der Christstollen. Ein Stollen ist ein brotförmiger Kuchen aus schwerem Hefeteig. Grundzutaten sind Trockenfrüchte oder andere Füllungen wie Marzipan.
7. Adventkalender
Ob selbstgemacht oder ganz klassisch mit Schokolade gefüllt, ein Adventkalender darf in der Vorweihnachtszeit in Österreich ebenso nicht fehlen. Denn ganz egal, ob groß oder klein, für einen Adventkalender ist man nie zu alt! Beginnend mit dem ersten Dezember bis hin zum Heiligabend am 24. wird jeden Tag ein Türchen geöffnet, hinter dem sich eine kleine, meist süße Überraschung verbirgt.

8. Die Heiligen Drei Könige
Ein sehr schöner Brauch, der rund um das Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Jänner in Österreich begangen wird, sind die „Sternsinger“. Verkleidet als die „drei Weisen aus dem Morgenland“ ziehen Kinder und Jugendliche von Haus zu Haus. Sie singen Lieder und / oder sagen ein Gedicht und erbitten eine Spende für Menschen in Not. Neben dem herrlichen Weihrauchgeruch hinterlassen sie als Zeichen für die Segnung die Jahreszahl und die Buchstaben C+M+B oben auf jeder Haustüre. Dies bedeutet „Christus Mansionem Benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“.
9. Barbara-Zweige
Barbarazweige sind ein Weihnachtsbrauch, bei dem am Barbaratag (4.Dezember) Zweige von Obstbäumen geschnitten werden, damit sie pünktlich zu Weihnachten in der Wohnung blühen. Die blühenden Zweige sollen Glück für das kommende Jahr verheißen. Dieser Brauch hat seinen Ursprung in der Legende der heiligen Barbara, der zufolge sich ein Kirschzweig in ihrem Kleid verfangen hat, als sie ins Gefängnis gebracht wurde und dieser Zweig an ihrem Todestag zu blühen begann.
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