© Markus Hertrich
Psychotherapeutin, TV-Persönlichkeit, Mutter – und bald Autorin einer ganzen Buchserie. Dr. Sandra Bank (ehemals Köhldorfer) über Liebeslogik, das, was Kinder in den ersten Jahren brauchen, und warum sie beide Reihen gleichzeitig startet.
Liebe lässt sich nicht nach Lehrbuch leben. Und auch Elternsein folgt selten einem perfekten Plan. Dr. Sandra Bank (ehemals Köhldorfer) kennt beide Seiten: Als Psychotherapeutin beschäftigt sie sich seit Jahren mit Beziehungen, Bindung und den Mustern, die uns prägen. Als Mutter haben viele dieser Themen für sie noch einmal eine neue Bedeutung bekommen. Jetzt bringt sie ihr Wissen gleich in zwei Buchreihen aufs Papier – für Erwachsene, Kinder und alle, die Beziehungen lieber verstehen möchten, bevor ein Kurswechsel nötig wird.
Interview mit Sandra Bank
Wie bist du auf die Idee gekommen, gleich mit einer ganzen Buchserie zu starten?
Sandra Bank: Ich beschäftige mich mein gesamtes Berufsleben damit, wie Beziehungen gelingen – ob in der Praxis oder vor der Kamera bei „Hochzeit auf den ersten Blick“. Das Material hat sich über die Jahre angesammelt. Gestoppt hat mich dabei immer wieder mein langer, schwieriger Weg zum Wunschkind – immer wieder von vorne. Jetzt ist meine Tochter Kaia da. Und mit ihr auch die Energie, dieses Lebenswerk endlich in die Welt zu bringen. Eine Buchserie sei vielleicht ambitioniert, sagen manche. Ich sage: Es ist eigentlich zu wenig (lacht). Die Themen lassen sich einfach nicht auf ein einziges Buch zusammenpressen. Daher werde ich ab jetzt monatlich veröffentlichen.

Dein erstes Buch heißt „Liebeslogik“. Du sagst selbst, man kann es am Strand lesen. Darf ein Beziehungsbuch einer Psychotherapeutin so leicht sein?
Es darf nicht nur – es muss. Die meisten Bücher zu Partnerschaft und Kommunikation werden nie zu Ende gelesen, weil sie wie Seminar-Unterlagen klingen. Was die Menschen brauchen, ist kein weiteres Fachbuch, das sie erschöpft. Sie brauchen etwas, das sie erkennen lässt: Ja, so läuft das bei uns auch – und sie danach wissen, an welchen Rädchen sie selbst drehen können, um die Beziehung zu verbessern, ganz nebenbei.
„Liebeslogik“ erklärt, warum Paare gut funktionieren können und einander trotzdem nicht mehr erreichen. Ohne Checklisten, ohne Hausaufgaben, mit einfach anwendbaren Tipps. Wer tiefer gehen möchte, greift zum passenden Logbuch. Wer einfach lesen will – liest. Beides ist richtig.
Gleichzeitig planst du eine Baby- und Kinderbuchreihe. Was hat das mit deiner Arbeit als Psychotherapeutin zu tun?
Alles. Als Therapeutin sehe ich täglich Menschen, die heute Beziehungsprobleme haben – und meistens lässt sich zurückverfolgen, was in den ersten Lebensjahren nicht gut genug passiert ist: Bindung. Sicherheit. Das Gefühl, anderen nahe zu sein und zu vertrauen. Das ist das Schönste. Seit ich selbst Mutter bin, spüre ich das noch viel deutlicher: wie stark die kinderpsychologischen Erkenntnisse sind und wie wenig davon in der Praxis bei den Eltern ankommt. Meistens erst dann, wenn der Leidensdruck groß genug wird.
Im Oktober 2026 erscheinen beide Reihen gleichzeitig. Was wünschst du dir für diese Bücher?
Dass sie gelesen werden – nicht ins Regal gestellt. Gelesen, weitergegeben, mit Kaffeeflecken versehen. Ich wünsche mir, dass eine Frau auf dem Sofa sitzt, einen Satz aus „Liebeslogik“ liest und denkt: „Genau das. Endlich jemand, der das in Worte bringt.“ Und ich wünsche mir, dass Eltern abends mit „Innerland“ bei ihren Kindern sitzen und beide danach ein bisschen ruhiger schlafen. Ich wünsche mir, dass die Eltern/Leser:innen denken: „Das klingt gar nicht so schwer, das probiere ich mal aus.“

Bücher von Sandra Bank
„Liebeslogik“
Band 1 der Reihe KURSWECHSEL
INNERLAND Bindungsorientierte Baby- und Kinderbuchreihe
Ab Oktober 2026, LITTLE MONDO Verlag